Vitamin-D-Mangel

Essenzielle Einbußen für Knochen und Immunsystem

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Wann spricht man von einem Vitamin-D-Mangel?

Von einem Vitamin-D-Mangel wird gesprochen, wenn dem Körper über einen längeren Zeitraum die notwendige Menge an Vitamin D fehlt. Wie viel Vitamin D in unserem Blut vorhanden ist, unterliegt starken saisonalen Schwankungen. Denn die körpereigene Vitamin-D-Produktion ist maßgeblich von der Sonneneinstrahlung abhängig. Wird bei der einmaligen Untersuchung ein niedriger Wert gemessen, muss nicht zwingend ein langfristiger Vitamin-D-Mangel vorliegen. Auf einen schwerwiegenderen Vitamin-D-Mangel folgen nicht selten Knochen- und Muskelerkrankungen.

Häufige Ursachen von Vitamin-D-Mangel

Vitamin D kann als einziges Vitamin vom Körper hergestellt und gespeichert werden. Hierfür benötigt er ausreichend Sonnenstrahlen. Gerade in dunklen Herbst- und Wintermonaten kann ein Vitamin-D-Mangel drohen. Weitere häufige Ursachen für einen langfristigen Mangel sind unter anderem:

  • Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Antiepileptika)
  • Rauchen von Zigaretten
  • Wenig Aufenthalt in der Sonne
  • Chronische Erkrankungen (z.B. Magen-Darm oder Niere)
  • Veränderter Vitamin-D-Stoffwechsel

Wer hat ein erhöhtes Risiko für einen Vitamin-D-Mangel?

Laut einer Studie der Verbraucherzentrale leiden 15 % der Erwachsenen in an einem Vitamin-D-Mangel – und das vor allem in Wintermonaten. Gefährdet sind vor allem folgende Personengruppen:

  • Säuglinge
  • Ältere Personen
  • Dunklere Hauttypen
  • Veganer
  • Frauen in der Menopause
  • Schwangere Frauen


Personen, die sich selten im Freien aufhalten, erleiden häufiger einen Vitamin-D-Mangel. Hierzu zählen beispielsweise ältere Personen, weil sie immobil, chronisch krank oder pflegebedürftig sind. Sie sind zusätzlich gefährdet, weil die Eigenproduktion von Vitamin D im Alter nachlässt. Ferner nehmen Sie weniger Nahrung zu sich, wodurch weniger Vitamin D durch die Ernährung zugeführt wird. Auch Säuglinge werden direktem Sonnenlicht nur selten ausgesetzt und können einen Vitamin-D-Mangel erleiden.

Vitamin-D-Mangel: Symptome erkennen

Meist äußert sich der Mangelzustand durch klinisch relevante Symptome, wie einem Verlust der Muskelspannung. Allerdings kommen auch unspezifische Symptome in Frage, welche eine eindeutige Diagnose erschweren. Vitamin D unterstützt viele Funktionen im Körper, weshalb diverse Beschwerden bei einem Vitamin-D-Mangel auftreten können:

Vitamin-D-Mangel Symptome
  • Abgeschlagenheit und Müdigkeit

  • Rückenschmerzen

  • Geschwächte Muskeln

  • Muskel- und Knochenschmerzen

  • Haarausfall

  • Brüchige Nägel

  • Schlafstörungen und starkes Schlafbedürfnis

  • Steigende Infektanfälligkeit

Unter welchen Vitamin-D-Mangel Symptomen leiden Sie?

Einen Vitamin-D-Mangel feststellen

Ob Sie tatsächlich an einem Vitamin-D-Mangel leiden, können Sie mithilfe einer Blutuntersuchung feststellen. Bei einem Vitamin-D-Mangel weichen Werte stark von der empfohlenen Vitamin-D-Dosierung ab. Das zu untersuchende Parameter ist Calcidiol, der Vorläufer der aktiven Form von Vitamin D. Gemessen wird der Wert in Nanogramm (ng) oder Nanomol (nmol):

Vitamin-D-Spiegel Werte in ng Werte in nmol
Optimal 30 und 70 ng/ml 75 und 175 nmol/l
Ausreichend 20–30 ng/ml 50– 75 nmol/l
Leichter bis mittlerer Mangel 10–20 ng/ml 25–50 nmol/l
Schwerer Mangel < 10 ng/ml < 25 nmol/l

Quelle: MVZ Institut für Mikroökologie

Mögliche Vitamin-D-Mangel Folgen

Bei vorliegendem Vitamin-D-Mangel kann der Körper nicht ausreichend Calcium und Phosphat zur Verfügung stehen, um gesunde Knochen aufrechtzuerhalten. Eine Unterversorgung kann sich bei Kindern in der Knochenkrankheit Rachitis (Knochenwachstumsstörung) äußern und bei Erwachsenen zu Osteomalazie (Knochenerweichung) führen.

So lässt sich ein Vitamin-D-Mangel beheben

Vitamin-D-Mangel beheben

In der Regel kann die orale Einnahme von hochdosiertem Vitamin D einen Vitamin-D-Mangel beheben. Empfehlenswert ist die tägliche Einnahme über vier Wochen. Nach einem Monat kann die Dosis langsam auf die empfohlene Tagesdosis reduziert werden. Je nach auftretenden Symptomen, wird die Behandlung um Phosphat- oder Calciumpräparate ergänzt. Menschen mit einer chronischen Erkrankungen brauchen möglicherweise spezielle Aufbereitungen von Vitamin-D-Präparaten.

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