Generell gilt: So wenig wie möglich, so viel wie nötig. Zur Linderung der Beschwerden sind Erkältungsmittel empfehlenswert, die vor allem zuverlässig und schnell wirken. Dadurch wird der Körper ebenfalls in seinem Selbstheilungsprozess unterstützt. In der Praxis bewährt hat sich zum Beispiel ein Drei-Wirkstoff-Präparat, das neben Paracetamol gegen Fieber sowie Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Gliederschmerzen zusätzlich einen Wirkstoff gegen Schnupfen (Phenylephrin) und gegen Reizhusten (Dextromethorphan) enthält. Damit werden die am häufigsten auftretenden Erkältungssymptome, wenn sie gemeinsam auftreten, gleichzeitig gelindert. In der gelösten Form und als Heißgetränk eingenommen, haben die Wirkstoffe eine sofort spürbare, wärmende Wirkung. Gleichzeitig hilft die erhöhte Flüssigkeitszufuhr die Schleimhäute zu befeuchten und Flüssigkeitsverluste auszugleichen.
Ein Zeichen von Fieber ist das Auftreten von Schüttelfrost und häufig auch Frieren. Durch die wohltuende Wärme eines wirkstoffhaltigen Heißgetränkes wird neben der Bekämpfung der typischen Erkältungssymptome auch dem Kälteempfinden und dem Schüttelfrost aufgrund von Fieber entgegengewirkt.
Phenylephrin ist ein alpha-Sympathomimetikum, das bei erkältungsbedingtem Schnupfen sowie bei Entzündungen der Nasennebenhöhlen und des Nasen-Rachen-Bereichs die Blutgefäße verengt und so zu einer Abschwellung der Nasenschleimhaut führt. Dadurch bilden die Schleimhäute weniger Sekret und die vorher verstopfte Nase wird wieder für längere Zeit frei.
Dextromethorphan ist ein Hustenblocker (Antitussivum). Er wirkt hustenreizstillend bei trockenem Reizhusten. Dabei findet die Wirkung im Gehirn statt, also direkt dort, wo der Hustenreiz entsteht. Dextromethorphan unterdrückt durch Hemmung des Hustenzentrums im Stammhirn den Hustenreiz und vermindert so die Häufigkeit und Intensität von Hustenstößen. Für den akuten Erkältungshusten - also in der Anfangsphase einer Erkältung, wenn der Husten meist "trocken" bzw. "unproduktiv" ist - ist Dextromethorphan sehr wirksam.
Paracetamol ist ein schmerzstillender und fiebersenkender Arzneistoff. Er hemmt die Produktion von Prostaglandinen, wichtigen Botenstoffen bei Schmerz- und Entzündungsreaktionen. Die fiebersenkende Wirkung kommt durch eine Beeinflussung des Temperaturregelzentrums im Gehirn zustande. Bei Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten senkt Paracetamol nicht nur das Fieber, sondern lindert auch Kopfschmerzen, Halsschmerzen und Gliederschmerzen.