Kleiner Piks gegen Grippe

Kleiner Pikser gegen Grippe

Alle Jahre wieder: Winterzeit ist Grippezeit. Von Dezember bis Februar häufen sich die Meldungen über Grippetodesfälle in den Medien. Da die Symptome anfangs einer Erkältung ähneln, wird die "echte" Grippe oft zu spät erkannt. In beiden Fällen sind Viren für den Ausbruch der Krankheit verantwortlich. Im weiteren Verlauf unterscheiden sie sich jedoch deutlich im Schweregrad der Erkrankung.

Eine Influenza - d. h. die "echte" Grippe - ist gefährlicher, als ein grippaler Infekt. Eine Infektion mit "echten" Grippeviren verläuft im Vergleich zu einer "einfachen" Erkältung oder einem grippalen Infekt deutlich schwerer. Im Gegensatz zu einer Erkältung, die schleichend beginnt, treten die Grippesymptome plötzlich und mit voller Wucht auf. Hohes Fieber, Muskelschmerzen, starkes Frösteln und Husten führen die Beschwerdeliste an.

Rasch breiten sich die Influenzaviren im Körper aus und belasten unser Abwehrsystem, das dann für andere Krankheitserreger anfälliger ist: Nasennebenhöhlenentzündungen, Bronchitis und Lungenentzündungen können folgen. Und so werden die Folgen einer Grippe oft sogar, besonders für Kinder und ältere Menschen, lebensbedrohlich.

Eine Impfung im frühen Herbst, vor der jährlichen Grippesaison, ist der sicherste Schutz vor der echten Grippe. Denn es dauert noch zwei bis drei Wochen, bis sich der komplette Schutz aufgebaut hat. Bis zu 90 % der Geimpften wurden so in der Vergangenheit vor einer Ansteckung bewahrt.

Kaum zu glauben, aber die Influenza ist immer noch die Infektionskrankheit, an der in Deutschland die meisten Menschen sterben. Von schweren Verläufen bis zu Todesfällen sind am stärksten ältere Menschen und Personen, die durch ihre Vorerkrankungen in ihrer Widerstandsfähigkeit geschwächt sind, betroffen.

Besonders für folgende Personengruppen wird eine rechtzeitige Grippeschutzimpfung empfohlen:

  • Alle Menschen über 60 Jahre (schwaches Immunsystem)
  • Kinder, vor allem Kleinkinder unter 4 Jahren
  • Erwachsene und Kinder, die an chronischen Erkrankungen wie Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder Stoffwechsel-Erkrankungen (z. B. Diabetes mellitus) leiden
  • Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
  • Angestellte in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr (z.B. Krankenhäuser, Arztpraxen, Kaufhäuser, Schulen)

Die Grippeimpfung ist gut verträglich. Die meisten Menschen reagieren kaum auf den kleinen Pikser. Eine Rötung der Einstich-Stelle oder leichtes Fieber können in seltenen Fällen auftreten. Diese Symptome verschwinden jedoch nach spätestens zwei Tagen wieder.

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