Höhe des Vitamin-C-Bedarfs - Wer braucht mehr?

Höhe des Vitamin-C-Bedarfs - wer braucht mehr?

Höhe des Vitamin-C-Bedarfs - Wer braucht mehr?

Über die erforderliche Menge an Vitamin C zur Erhaltung optimaler Gesundheit werden, wie bei allen anderen Vitaminen auch, erhebliche Diskussionen geführt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt eine tägliche Aufnahme von 100 mg Vitamin C für Erwachsene.

Ein erhöhter Bedarf besteht jedoch in folgenden Fällen:

Immunsystem

Vitamin C ist unerlässlich, damit unser Immunsystem einwandfrei arbeiten kann. Wird der Körper aber trotzdem von einem Infekt belastet, kann Vitamin C die Erkältungsdauer reduzieren und die Symptome lindern.

Herz-Kreislauf

Vitamin C als Antioxidanz (sog. Radikalfänger) unterstützt die Gesunderhaltung der Gefäße durch Schutz der Zellen vor oxidativem Stress. Vitamin C kann möglicherweise einen positiven Einfluss auf den Cholesterinspiegel und den Blutdruck ausüben.

Stress

Vitamin C ist unmittelbar an der Bildung von Stresshormonen beteiligt. Um dem Stress gelassen zu begegnen, benötigt der Körper Vitamin C.

Ernährung

In einer ausgewogenen Ernährung sollte man 5 mal am Tag frisches Obst oder Gemüse zu sich nehmen. Das kann für viele Menschen aufgrund vieler Faktoren schwierig sein.

Sport

Bei Höchstleistungen steigt mit dem Stoffwechsel auch der Vitamin-C-Bedarf. Es werden verstärkt freie Radikale gebildet. Vitamin C wird zur Bekämpfung dieser Radikale benötigt.

Nikotin-Konsum

Vitamin C hat die Fähigkeit, einige Schadstoffe im Zigarettenrauch zu neutralisieren und damit Schädigungen an Zellen und Gewebe zu verhindern. Für Raucher empfiehlt die DGE eine tägliche Zufuhr von 150 mg.

Schwangerschaft

In der Schwangerschaft steht die Vitaminversorgung des ungeborenen Kindes auch für den Körper der Mutter an erster Stelle. So werden die Reserven für das Ungeborene ohne Rücksicht auf die vorhandenen Reserven der Mutter aufgebaut. Da für die Schwangerschaft im Verhältnis weniger Energie als Vitamine benötigt wird, besteht hier ein zusätzliches Risiko einer unzureichenden Versorgung. Eine sorgfältige Auswahl von Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln ist auch für die Versorgung mit Eisen besonders wichtig, da die Eisenaufnahme aus dem Darm durch Vitamin C erhöht wird.

Alter

Wenn ältere Menschen an unspezifischen Beschwerden leiden, wird dies oft als Begleiterscheinung des natürlichen Alterungsprozesses hingenommen. Dazu gehören allgemeines Unwohlsein, Müdigkeit und Appetitlosigkeit. Teilweise sind dies aber ganz einfach die Folgen einer unzureichenden Vitaminversorgung. Besonders, wenn zu wenig B-Vitamine und Vitamin C aufgenommen wird, neigen viele Menschen zu Niedergeschlagenheit oder sind ganz einfach schlecht gelaunt.

Die beschriebenen Symptome treten meist auf, lange bevor körperliche Schäden festzustellen sind. Dazu reicht oft schon ein leichtes Vitamindefizit. Die Ursachen für eine unzureichende Vitaminversorgung sind vielfältig: Unverträglichkeiten von Lebensmitteln, Magen-Darm-Beschwerden, Kauprobleme oder die häufig notwendige Medikamenteneinnahme.

Diabetes mellitus

Durch den erhöhten Blutzucker bei der Erkrankung Diabetes mellitus können Schädigungen der kleinen Gefäße in den Augen, am Herz oder an den Nerven entstehen.
Grund dafür ist einmal mehr der oxidative Stress, d. h. eine Zunahme an freien Radikalen.
Durch den chronisch erhöhten Blutzuckerspiegel bei Diabetikern werden verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper gestört, was zu erhöhtem oxidativem Stress, also zu einer erhöhten Anzahl an freien Radikalen, führt. Diese freien Radikale können die Fettsubstanzen der Zellwände, körpereigenes Eiweiß und die Erbsubstanz schädigen. Deshalb ist es bei Diabetes äußerst wichtig auf eine ausreichende Versorgung mit Radikalfängern, zu denen auch Vitamin C zählt, zu achten.

Dies ist umso wichtiger, da man weiß, dass die Vitamin-C-Konzentration im Blut von Diabetikern um mindestens 30 % niedriger liegt als bei Nichtdiabetikern. Heute weiß man, dass Diabetiker nahezu doppelt so viel Vitamin C zu sich nehmen müssen, um die gleichen Plasmaspiegel im Blut zu erreichen wie Menschen, die keinen Diabetes haben. Daneben wird die Aufnahme von Vitamin C durch die bei Diabetes mellitus auftretenden hohen Zuckergehalte im Blut gehemmt.

Die für Diabetiker empfohlenen Vitamin-C-Mengen sind mit der normalen Ernährung, zumal im Rahmen einer Diabetesdiät, schwer zu erreichen. Bei diesen Mengen ist es außerdem ausgesprochen wichtig, den Körper nicht mit einer hohen Vitamin-C-Menge zu überschwemmen, da ähnlich wie beim Zucker auch die Vitamin C-Menge über einen Mechanismus (Nierenschwelle) kontrolliert wird. Übersteigt die Vitamin-C-Menge im Blut einen bestimmten Wert, wird der wertvolle Vitalstoff über die Niere ausgeschieden.

Wird das Vitamin C allerdings in kleinen Portionen über den Tag verteilt angeboten, wird die Nierenschwelle nicht überschritten und das Vitamin steht den ganzen Tag für seine wichtige Funktion als Radikalfänger zur Verfügung.

Weitergehende Informationen zum Krankheitsbild und Ernährungsempfehlungen finden sich unter www.diabetesinfo.de.

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