Funktionen von Vitamin C im Körper

Funktionen von Vitamin C im Körper

Kein Vitamin ist so bekannt wie das Vitamin C. Zahlreiche Menschen nehmen es, wenn Erkältungen im Anmarsch sind. Doch Vitamin C kann weitaus mehr. Durch eine bestimmte Lebensweise oder die individuellen Ernährungsgewohnheiten kann es zu einer Vitamin-C-Unterversorgung im Körper kommen. Ein Mangel an Vitamin C kann somit die vielfältigen, unterstützenden Funktionen dieses Vitamins im Körper beeinträchtigen.

Vitamin C
- wichtig für das Abwehrsystem unseres Körpers

Vitamin C ist an den körpereigenen Abwehrfunktionen beteiligt. Da unser Organismus ständig von vielen verschiedenen Krankheitserregern angegriffen wird, ist Vitamin C zur Unterstützung unseres Immunsystems unerlässlich. Untersuchungsergebnisse zeigen: Ist eine Erkältung eingetreten, kann es z. B. zu einem 50%igen Abfall des Vitamin-C-Gehalts in den weißen Blutkörperchen kommen. Vitamin C wird hier bei der Abtötung der Bakterien durch die weißen Blutkörperchen verbraucht. Gleichzeitig fördert es die Bildung von Antikörpern, die unserem Immunsystem bei der Infektabwehr helfen. Die Vitamin-C-Konzentration im Blut spielt damit eine entscheidende Rolle für die Effektivität unseres Abwehrsystems gegen Krankheitserreger. Durch kontinuierliche Einnahme von Vitamin C kann die Resistenz gegen Infektionskrankheiten optimiert werden. Es konnte zudem gezeigt werden, dass durch Vitamin-C-Gaben die Widerstandskraft gegen Kälte erhöht wird. Eine bedeutende Feststellung, wenn man bedenkt, dass Erkältungen meist dadurch zustande kommen, dass unser Körper durch Kälte und durch Angriffe von Bakterien oder Viren gestresst wird. Ein ausreichender Vitamin-C-Haushalt kann außerdem bei bereits eingetretener Infektion die Schwere und Dauer der Erkältungskrankheit verkürzen. Der Nutzen von Vitamin C beschränkt sich jedoch bei weitem nicht auf das Abwehrsystem oder nur auf die Erkältungszeit.

Vitamin C
- hilft beim Entgiften

Umweltbelastungen, Fehlernährung, Nikotinkonsum und übermäßiger Medikamentengebrauch können zu folgenreichen Belastungen mit Fremdstoffen aller Art führen. Vitamin C unterstützt in vielfältiger Weise die Entsorgung der Fremdstoffe. Viele Medikamente werden in der Leber abgebaut bzw. entgiftet. Vitamin C unterstützt die dabei benötigten Enzyme und deaktiviert die entstehenden Radikale. Vitamin C bindet zudem toxische Metalle wie Blei und erleichtert deren Ausscheidung.

Vitamin C wirkt auch vorsorglich, denn es vermeidet die Bildung krebserregender "Nitrosamine". Nitrosamine entstehen bei der Umwandlung von mit der Nahrung aufgenommener Nitrate zu Nitrit. Diese Nitrite verbinden sich im Magen mit den Aminen zu Nitrosaminen. Vitamin C blockiert jedoch diese Bildung von Nitrit zu Nitrosaminen. Wer also auf nitratreiche Mahlzeiten wie Gepökeltes, Geräuchertes oder gewisse nitratreiche Gemüsesorten wie Spinat, Grünkohl oder Rote Beete nicht verzichten kann, sollte zumindest ausreichend Vitamin C zu sich nehmen.

Vitamin C
- wichtig für die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit der Muskulatur

Damit die Muskulatur arbeiten kann, benötigt sie Energie. Die Hauptenergiequelle sind Fettsäuren. Deren Verwertung findet in den Mitochondrien ("Kraftwerk der Zelle") statt. Für den Transport in die Mitochondrien wird ein Transporter benötigt, auch Carnitin genannt. Für seine Produktion ist Vitamin C notwendig.

Wer insbesondere als Sportler aktiv sein möchte, sollte deshalb eine ausreichende Vitamin-C-Versorgung sicherstellen.

Vitamin C
- zur Verbesserung der Eisenaufnahme

Um Eisen, das aus pflanzlicher Nahrung stammt, besser aufnehmen ("resorbieren") zu können, sollte gleichzeitig zur Nahrungsaufnahme Vitamin C zugeführt werden. Denn Vitamin C schafft es, dieses "dreiwertige" Eisen in ein "zweiwertiges" Eisen (sog. Hämeisen) umzuwandeln, das im Dünndarm weitaus besser resorbiert werden kann. Bei Eisen aus tierischen Nahrungsmitteln ist dies nicht unbedingt notwendig, da es als Hämeisen vorliegt und gut aufgenommen wird. Daher sollten besonders Vegetarier auf ihren Vitamin-C-Haushalt achten.

Vitamin C
- als Antioxidanz

Wenn der Körper zellschädigende freie Radikale, die durch ganz alltägliche Belastungen im Körper entstehen, eliminieren möchte, benötigt er als Antioxidantien (sog. Radikalfänger) unter anderem auch Vitamin C. Nur so können die Zellen und Gefäße gesund erhalten werden. Denn bei einer Unterversorgung mit Vitamin C kommt es zu einer Überzahl dieser Radikale, die die Gefäße angreifen können.

Vitamin C
- schützt das Auge von innen

Vitamin C neutralisiert die im Auge durch den ständigen Kontakt mit dem Sonnenlicht anfallenden freien Radikale und verhindert somit die Schädigung empfindlicher Proteine (z. B. Linsenproteine im Auge). Da diese ein Leben lang halten müssen, ist es wichtig, die Augen immer gut vor UV-Strahlung zu schützen. So beugt man einer Trübung der Linse, die vor allem im Alter häufiger auftritt, effektiv vor. Damit die Augen gegen die Gefahren des Sonnenlichts gerüstet sind, empfiehlt sich eine ausreichende Zufuhr von Vitamin C. Aufgrund ihres erhöhten Blutzuckerspiegels sind Diabetiker besonders anfällig für Augenerkrankungen. Diese werden mit einer unzureichenden Vitamin-C-Versorgung in Verbindung gebracht. Deshalb sollten Diabetiker besonders auf eine ausreichende Vitamin-C-Versorgung achten.

Vitamin C
- unterstützt die Stressbewältigung

Ist der Mensch gestresst, mobilisiert der Körper Energiereserven: Das Nervensystem wird aktiviert, Muskeln spannen sich an, Puls und Atmung werden beschleunigt, der Blutdruck wird erhöht. Zusätzlich werden vermehrt die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin ausgeschüttet. Vitamin C ist an der Bildung von Noradrenalin unmittelbar beteiligt. Steht nicht genügend Vitamin C zur Verfügung, ist der Körper schlechter in der Lage, den Stress abzubauen. Vitamin C baut keinen Stress ab, aber Vitamin C hilft, den Stress besser zu bewältigen.

Vitamin C
- notwendig für das Binde- und Stützgewebe

Eine der wichtigsten Funktionen von Vitamin C ist die Mitwirkung an der Kollagenherstellung. Kollagen ist ein fast überall im Körper vorkommender Stoff, z. B. in Gelenken, Haut und Knochen. Insbesondere bei Wunden sowie bei Knochenbrüchen wird Kollagen zur Heilung benötigt. Vitamin C unterstützt unser "Körpergerüst". Fehlt Vitamin C, so läuft die Kollagensynthese nicht optimal.

Vitamin C
- unterstützt die Regeneration der Haut

Unentbehrlich für ein festes Bindegewebe ist die Bildung von Kollagen. Zur Produktion dieses Eiweißstoffes benötigt unser Körper Vitamin C. Gerade nach Operationen, Verletzungen oder Knochenbrüchen sorgt Vitamin C für eine ausreichende Kollagenbildung in der Haut und fördert so den Heilungsprozess. Da Diabetiker eine durch ihre Krankheit bedingte ungünstige Vitamin-C-Versorgung aufweisen, sollten Sie ganz besonders auf eine ausreichende Vitamin-C-Versorgung achten.

Vitamin C
- hält die Gefäße gesund

Durch ganz alltägliche Belastungen entstehen im Körper zellschädigende Stoffe, die so genannten freien Radikale. Um diesen aktiv entgegenwirken zu können, benötigt der Körper Antioxidantien (so genannte Radikalfänger), zu denen auch Vitamin C zählt. Bei einer Unterversorgung mit Antioxidantien kommt es zu einer Überzahl dieser Radikale, die z. B. unsere Gefäße angreifen können. Deshalb kann Vitamin C helfen, die Gefäße gesund zu erhalten.

Vitamin C
- unterstützt die Lungenfunktion

Viele Menschen leiden unter chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma. Hier kann die Konzentration an Antioxidantien (sog. Radikalfänger) verringert sein, so dass für diese Menschen eine ausreichende Vitamin-C-Versorgung besonders wichtig ist. Denn Vitamin C kann den Organismus bei chronischen Erkrankungen unterstützen. Hoch dosiert kann es bei Asthma die Lungenfunktion verbessern. Häufigkeit und Stärke von Asthmaanfällen können reduziert werden.

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